Wandlitzer Herren belohnen sich nicht und holen einen Punkt

Nach fünf aufeinander folgenden sieglosen Spielen wollten die Wandlitzer Herren am vergangenen Samstag eine Reaktion zeigen und drei Punkte einfahren. Gegen den FSV Blau-Weiß Wriezen zeigt die Mannschaft ein couragiertes Spiel, in dem sie den Gegner streckenweise dominiert. Wriezen erreicht durch ein spätes Tor noch das Unentschieden und dadurch die Punkteteilung.

Schon vor Spielbeginn hatte Trainer Matthias Händler von der Mannschaft ein konzentriertes Auftreten gefordert. Zu oft hatte man in den vergangenen Wochen frühe und oftmals unnötige Gegentore hinnehmen müssen und sich so auch nicht selten selbst in die Bredouille gebracht. Diese Vorgabe konnten die Wandlitzer zu Beginn nicht ganz so gut umsetzen und so hatte Wriezen schon in der 3. Minute eine erste Chance. Die Mannschaft schaffte es aber immer mehr, sich zu stabilisieren und mehr Ballanteile an sich zu ziehen. In der achten Minute war es dann Sebastian Huger, der einen Freistoß aus knapp 25 Metern unhaltbar in die rechte untere Ecke versenkte. Mit der Führung im Rücken agierten die Wandlitzer Herren in der Folge souveräner und schafften es sich immer wieder sich Richtung Tor zu kombinieren. Einzig und allein der Torabschluss stimmte noch nicht. In der 25. Minute musste die Wandlitzer Bank zum ersten Mal reagieren, als Marcel Petrahn verletzt ausgewechselt werden musste. Er war umgeknickt und wurde Opfer des überaus schlechten Platzes in Wriezen. Für ihn ins Spiel kam Kenneth Sesselmann, der in der Folge auf dem linken Flügel ein sehr gutes Spiel machen würde. Wandlitz ließ sich hiervon aber nicht beirren und spielte weiter souverän und drückte Wriezen in die eigene Hälfte. In dieser Phase konnte sich Dennis Plaumann auf der linken Seite bis zur Grundlinie durchsetzen und in die Mitte flanken. Dort konnte Jan Großer per Direktabnahme nur knapp den Ausbau der Führung, als er den Ball über die Latte setzte. In der 32. Minute versuchte Sebastian Huger es noch einmal aus der zweiten Reihe, wurde aber vom Wriezener Schlussmann gestoppt, der den Ball parierte. Zehn Minuten später zog der eingewechselte Kenneth Sesselmann von der linken Seite in die Mitte und prüfte Wriezens Torwart, der über die Latte klären konnte. Die anschließende Ecke sorgte dann für Furore. Verteidiger Florian Liebich stieg am höchsten und köpfte den Ball ins Tor zum vermeintlichen 0:2. Nach lautstarken Protesten von Wriezener Seite, besprach sich der Schiedsrichter mit seinem Assistenten an der Seitenlinie, der ein Aufstützen vonseiten Liebichs gesehen haben wollte. In der Folge wurde das Tor in einer äußerst fragwürdigen Entscheidung zurückgenommen und es blieb bei der 0:1-Führung, mit der es dann in die Pause ging.

Wandlitz hatte seine Sache in der ersten Hälfte gut gemacht und dem Gegner wenig Raum zum eigenen Spielaufbau gegeben. In der zweiten Hälfte mussten die Männer in Grün-Weiß aber noch im Torabschluss einiges obendrauf packen.

Die zweite Hälfte begann genauso, wie die Erste geendet hatte, mit Wandlitz im Spielaufbau. Wriezen schaffte es in der Folge aber, Wandlitzer Unkonzentriertheiten auszunutzen und so das Aufbauspiel zu stören. Ihrerseits schafften sie es allerdings nicht, selbst aktiv zu werden. So bot sich den knapp 100 Zuschauern ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen individuellen Fehlern im Mittelfeld. Wie schon in Halbzeit eins, spielte Wandlitz immer mal wieder gut nach vorne, nur um im Torabschluss die eigenen Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

In der 74. Minute wurde dann die Wandlitzer Hintermannschaft nächstes Opfer des schlechten Platzes. Bei einem Rückpass stolperte Torwart Harald Hübner über ein Loch im Platz und konnte das Tor nur verhindern, indem er den Ball im Fallen festhielt. Dies hatte einen indirekten Freistoß aus fünf Metern Torentfernung zur Folge, den Wriezen ins Tor bringen konnte.

Wandlitz wollte sich mit dem Unentschieden nicht zufriedengeben und machte noch einmal kräftig Druck auf das Wriezener Tor. Der eingewechselte Andreas Baumann hatte in der 85. Minute eine Doppelchance zum Siegtreffer, konnte diese aber nicht nutzen. In der 89. Minute verletzte sich dann Kapitän Norman Gest, mit Verdacht auf eine Muskelverletzung. Hoffentlich ist es nichts Schwerwiegenderes. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung!

Mit diesem Unentschieden haben die Wandlitzer nun acht Punkte auf ihrem Konto und rangieren damit auf Platz 14 der Landesklasse Ost. Der nächste Gegner am kommenden Samstag ist der FC Falkenthaler Füchse. Hier wollen die Wandlitzer den nächsten Schritt machen und drei Punkte in eigener Stätte holen. Anpfiff in der Eintracht-Arena um 14.00 Uhr.